Skitouren sind besser als Sex, wenn du diese 10 Regeln beachtest

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Skitouren gehen, Mogasi
Foto: Daniel Jeni

Skitouren gehen ist für viele Menschen gleichbedeutend mit Freiheit, Natur, Berge, keine Menschen und kein Lärm. Auch Ernest Hemingway hat in den 1920er Jahren bereits von diesem Erlebnis geschwärmt:

„Man setzte sich eine gewisse Geschwin­digkeit, weit unter dem Tempo, in dem man steigen konnte, und es war leicht, das Herz war in Ordnung, und man war stolz auf das Gewicht seines Rucksacks.“

aus „Paris – ein Fest fürs Leben“ von Ernest Hemingway

 

Bei einer Abfahrt im Pulverschnee schüttet dein Körper Dopamin, Adrenalin, Serotonin und Endorphine aus, wie es auch beim Orgasmus passiert, nur dass die Abfahrt länger dauert. Doch Abseits des gesicherten Skigebietes warten nicht nur Glücksgefühle, Pulverschnee, Traumaussichten und Ruhe. Dort bist du natürlich auch allen alpinen Gefahren ausgesetzt, die einen wundervollen Tag, und das ist eine Skitour zweifelsohne, zunichte machen können. Diese 10 Regeln sollen helfen, die Gefahren zu reduzieren, damit du deine Skitouren vollends genießen kannst.

Skitouren
Foto: Nicolai Dan Jørgensen

Falls du noch nie eine Tour gegangen bist, schau dir vor Ort Angebote von Ski- und Bergführern bzw. Skischulen an. Diese erleichtern den Einstieg in die Bergwelt.

1. Informiere dich über das Gebiet

Entscheide dich für ein Gebiet und finde wichtige Informationen darüber. In vielen Skigebieten ist es beispielsweise Abends oder Nachts untersagt Skitouren zu gehen, da die Pisten präpariert werden, um Unfälle mit Seilwinden zu vermeiden. Suche nach Tipps für den Aufstieg, erkunde verschiedene Routenoptionen und Abfahrten. Das Internet sollte dir hier sehr behilflich sein. Sollte es eine Berghütte geben, schau nach ob sie geöffnet ist, damit du nicht hungrig vor verschlossenen Türen stehst. Ganz wichtig: Informiere dich über die aktuelle Lawinenstufe.

2. Überprüfe deine Ausrüstung

Im Moment nicht verfügbar.

Befestige die Felle am Besten gleich Zuhause. So kannst du die Funktionalität sicherstellen und kannst vor Ort gleich losgehen. Verstellbare Skistöcke halten oft durch Abnutzung nicht mehr. Überprüfe auch den Skischuh auf Tauglichkeit. Ist der Akku von deinem Handy, LVS-Gerät und deiner Stirnlampe geladen?

3. Wähle eine für dich leistungsangepasste Skitourenroute

Es ist noch kein Spitzensportler vom Himmel gefallen. Schätze dich ehrlich selbst ein und wähle eine Skitourenroute, welche für dich angepasst ist. Meistens werden die Touren in Höhenmeter und Länge angegeben. Wenn du bei einer Tour A für 600 Höhenmeter beispielsweise 6 Kilometer gehen muss und bei einer Tour B für 600 Höhenmeter nur 4 Kilometer, dann ist die Tour B mit sehr großer Wahrscheinlichkeit steiler als Tour A. Wir empfehlen dir am Anfang Touren kleiner gleich 500 Höhenmeter und lieber flach als steil, zu gehen.

Skitouren
Foto: Nicolai Dan Jørgensen

4. Kontrolliere dein Aufstiegstempo

Der größte Fehler bei einer Skitour ist es, sofort loszurennen und nach 15 Minuten schon ausser Puste zu sein. Kontrolliere deine Atmung bzw. verwende eine Pulsuhr, um deinen Puls zu kontrollieren. Lass dich hier am besten von einem Sportarzt beraten, in welchem Pulsbereich du am besten aufsteigst. Versuche langsam loszugehen und dein Tempo zu finden, unabhängig von anderen Tourengehern. Es ist förderlich ein Gebiet zu wählen, das am Anfang etwas flacher losgeht.

5. Schütze deinen Körper

Trage bei Skitouren Abseits von Ski-Pisten stets eine Notfallausrüstung mit dir, bestehend aus LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuchgerät), Lawinenschaufel, Rucksacksonde, Erste Hilfe Paket und einem Handy. Du weißt, dass Sonnencreme vor allem im Winter wichtig ist. Für das Abfahren ist auch ein Helm ratsam, mit einem leichten Helm ist dieser beim Aufstieg keine große Last.

6. Wähle den richtigen Proviant

Nimm genügend Wasser oder elektrolythaltige Getränke mit. Verstaue diese gut, damit sie nicht gefrieren. Zum Essen empfehlen wir alle typischen Sportlersnacks wie Müsliriegel usw. Verzichte auf schwere Sachen.

Skitouren
Foto: Nicolai Dan Jørgensen

7. Nimm trockene Kleidung mit

Kleide dich für den Aufstieg leicht. Anfangs wird dir wahrscheinlich kalt sein, keine Sorge, das ändert sich schnell. Beim Abfahren solltest du das genaue Gegenteil machen. Nimm ein neues T-Shirt und eine Überjacke mit. Auch eine neue Kopfbedeckung empfehlen wir dir, um Erkältungen zu verhindern.

8. Nimm eine Stirnlampe mit

Du weißt nie, wie spät es wird und im Winter wird es sehr früh und schnell dunkel. Damit deine Abfahrt nicht zur Blindfahrt wird, nimm dir eine Stirnlampe mit. Außer bei Vollmond oder bei einer für den Nachtskilauf beleuchteten Skiabfahrt ist die Stirnlampe wertvoll.

9. Fahre richtig ab

Zuletzt, nachdem du deine Felle verstaut hast und die Bindung für die Abfahrt eingestellt hast, geht es an den rasanteren Teil der Skitour. Auch hier muss an erster Stelle wieder deine Sicherheit stehen. Riskante Abfahrten und lawinengefährliche Hänge können ein böses Ende nehme. Du solltest bereits Erfahrungen mit dem Fahren im Tiefschnee, Bruchharsch und zerfahrenem Gelände haben. Andernfalls empfehlen wir dir Skitouren zu wählen, bei denen du auf der Piste abfahren kannst.

Skitouren
Foto: Armin Ribis

10. Lass uns an deinen Erlebnissen vom Skitouren gehen teilhaben

Teile das Erlebte mit Freunden und … uns. Gib uns Tipps zu bestimmten Gebieten. Wo warst du, wie hast du dich vorbereitet, wie war das Wetter? Motiviere uns mit coolen Bildern und Videos von deiner Skitour. Gerne auf unseren Mogasi Magazin Social Kanälen oder einfach per Mail an fragen@mogasi.com. Wenn du die Geschichte einer Skitour einigen interessierten Lesern erzählen willst, kannst du uns diese auch gerne niederschreiben.

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dominik

Skifahrer, Tourengeher, Gleitschirmflieger

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