Das Leben ist schöner in der Sonne – mit dem richtigen Sonnenschutz!

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Sonnenschutz

Pulverschnee und Sonnenschein. Es gibt wohl nichts Schöneres für Wintersportler. Die Sonne ist eine Wohltat für jeden von uns. Egal ob bei einem Spaziergang, beim Langlaufen oder eben am Berg. Die liebe Sonne hat aber auch ihre Schattenseite. Denn in den Alpen sind diese glücklich machenden Strahlen (das „Glückshormon“ Serotonin wird ausgeschüttet) sehr stark. Diese verursachen nicht nur gute Laune, sondern auch Sonnenallergie, Sonnenbrand und im schlimmsten Fall Hautkrebs.

Auch mit dem richtigen Sonnenschutz bekommst du eine gute Farbe. Die „schädlichen“ Strahlen werden nur abgeblockt und die Melaninbildung wird angeregt. Melanin ist das natürliche Farbpigment der Haut.

Egal bei welchem Wetter, ob schön oder bewölkt, von UV-A, UV-B und UV-C Strahlen. Die drei UV-Strahlen unterscheiden sich in der Wellenlänge:

  • Die UV-A Strahlen sind die langwelligen Strahlen und bewirken eine schnelle aber „ungesunde“ Bräune.
  • Die UV-B Strahlen sind die kurzwelligen Strahlen; diese bilden eine Lichtschwiele (Hornschicht – Schutzschicht)
  • Die UV-C Strahlen werden, sofern kein Ozonloch vorhanden, zu 100 % von der Ozonschicht absorbiert und gelangen somit nicht auf den Erdboden.

Übrigens: Schütze auch deine Augen mit einer Sonnen- oder Skibrille mit UV-Schutz!

Wie lange kann ich mich ohne Sonnenschutz in der Sonne aufhalten?

Die Zeit, die du ohne Schutz in der Sonne sein darfst, ist die Eigenschutzzeit. Diese ist abhängig davon, was für einen Hauttyp du hast:

  1. Hauttyp: Der keltische Typ. Er hat meistens rote Haare, eine helle Haut, immer Sommersprossen und wird eigentlich nicht braun. Eigenschutzzeit: 10 Minuten
  2. Hauttyp: Der nordeuropäische Typ. Dieser Typ hat meist mit blonden/braunen Haaren und hellen Augen. Er hat meist Sommersprossen, bräunt langsam und bekommt häufig einen Sonnenbrand. Eigenschutzzeit: 10 – 20 Minuten
  3. Hauttyp: Der Mischtyp mit braunen Haaren und meist braunen Augen. Er kann sich gefahrlos 20 – 30 Minuten in der Sonne aufhalten.
  4. Hauttyp: Der mediterrane Typ. Er hat eine bräunliche Haut und nie Sommersprossen. Er darf mehr als 30 Minuten in die Sonne.
  5. Hauttyp: Dunkle Hauttypen. Diese haben auch ungebräunt eine dunkle bis hellbraune Haut und keine Sommersprossen. Eigenschutzzeit: > 90 Minuten
  6. Hauttyp: Schwarze Hauttypen. Diese haben eine dunkelbraune bis schwarze Haut und keine Sommersprossen. Auch schwarze Hauttypen dürfen mehr als 90 Minuten in die Sonne.

Ganz egal zu welchem Hauttyp du gehörst, einen Sonnenschutz solltest du in jedem Fall verwenden, da es dabei nicht nur um den Sonnenbrand geht.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor (LSF)?

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger du dich bei Verwendung des entsprechenden Produktes in der Sonne aufhalten kannst, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Dabei ergibt die Eigenschutzzeit x LSF die Aufenthaltsdauer in der Sonne.

Wie verwende ich die Sonnencreme richtig?

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Die Sonne ist ein Lebenselixier und gibt uns Energie, positive Stimmung, Gesundheit wie auch Tatendrang. Im Winter haben wir sie besonders nötig, deswegen sollte wir unsere Haut sorgsam behandeln:

  • Die Sonnencreme solltest du ca. eine halbe Stunde vor der Sonneneinstrahlung auftragen.
  • Je nach Stärke des LSF und deines Hauttyps musst du diese regelmäßig nachcremen.
  • Spar nicht beim Auftragen!
  • Zu Beginn der Urlaubs solltest du einen höheren Lichtschutz auftragen – so kann sich die Haut langsam an die Sonneneinstrahlung gewöhnen.
  • Wähle im Bergwinter einen höheren Sonnenschutzfaktor – durch die Höhenlage und den Schnee ist die Sonne stärker als im Tal und am Meer. Schnee und Eis reflektieren bis zu 80 % der UV–Strahlung, deren Intensität zudem um 4 % pro 1000 Höhenmeter ansteigt.
  • Auch bei schlechtem Wetter raten wir zum selben Sonneschutz wie bei Schönwetter, denn der Schnee reflektiert bei gutem wie auch schlechtem Wetter.
  • Denkt auch immer an unsere sogenannten „Sonnenterassen“: Nase, Mund, Ohren und Nacken erfordern hohe Aufmerksamkeit.

Was ist neben dem richtigen LSF noch wichtig bei einer Sonnencreme?

  • Wasserfest: Wir haben nicht vor mit der Nase im Schnee zu landen. Skisport erfordert körperliche Ausdauer, du fängst also an zu schwitzen und der gute Sunblocker ist adé. Zusätzlich ist eine wasserfeste Sonnencreme auch bei Schnee- oder Regenwetter bestens geeignet.
  • Kälteschutz: Für diejenigen, die genetisch bedingt oder durch Umwelteinflüsse eine sehr sensible, trockene, dünne oder gefäßinstabile Haut haben (Gefäßerweiterung, Couperose). Durch die ständigen Temperaturunterschiede entsteht ein Blutstau in den Gefäßen und sie erweitern sich.
  • Keine Duftstoffe: Sogenannte Parabene oder Paraffine sind nicht die beliebtesten Inhaltstoffe. Du kannst also gut darauf verzichten.
  • Angemessener Sonnenschutz beugt übrigens auch der Hautalterung vor!

Was mache ich nach einem Tag in der Sonne – After Sun?

Pflegetipp zum selber machen: Topfen/Quark–Honig Maske

  • Topfen/Quark: Dieser hat einen hohen Anteil an Milchsäure, spendet und bindet die Feuchtigkeit in der Haut und reguliert den PH-Wert.
  • Honig ist nicht nur gelbes Gold für unsere Semmel/Brötchen am Morgen, sondern auch eine sehr aufbauende und regenerierende Zutat für unsere Haut.
  • Aloe Vera Gel ist sehr bekannt dafür die Haut zu kühlen und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Es wirkt antiseptisch bei Hautauschlägen und heilungsfördernd, sollte schon ein leichter Sonnenbrand vorhanden sein.
  • Anwendung: Zuerst das Gesicht mit lauwarmen Wasser reinigen, Topfen und Honig mischen und anschließend auftragen. Nach 10-15 Minuten wieder mit Wasser abwaschen und ein Aloe Vera Gel auftragen.

Wenn es schnell gehen muss reicht auch eine After Sun Lotion, diese wirken sehr beruhigend und feuchtigkeitsspendend. Zusätzlich helfen sie die Bräune zu verlängern.

Auch empfehlenswert: Gönn dir doch nach einem schönen Tag in der Sonne eine Gesichtspflege. Diese dient der Entspannung und Regeneration für Körper, Geist und Seele. Es wird explizit auf deinen Hautzustand eingegangen und du wirst individuell behandelt.

Erkundige dich bei deinem Kosmetiker/Kosmetikerin, Apotheker/Apothekerin oder Hautarzt/Hautärztin. Teil ihnen mit, ob du Unverträglichkeiten oder Allergien hast, und wähle dann das passende Produkt.

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Isabelle Walser

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