Josef Chodakowsky, Präsident des Skiclubs Arlberg: „Der Skisport ist für ALLE Menschen da!“

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Josef Chodakowsky:, Mogasi
Josef Chodakowsky

Josef Chodakowsky ist seit 2005 Präsident des Skiclubs Arlberg (SCA). Der im Jahre 1901 gegründete Verein hat rund 8800 Mitglieder aus 57 Nationen. Der SCA betreibt die Nachwuchsförderung für etwa 150 Kinder in der Arlberg-Region. Neben dem Trainings- und Rennbetrieb veranstaltet der Verein die Weltcuprennen, Weißer Rausch, Weißer Ring und regelmäßige SCA-Stammtische. 

MOGASI: Wie hat es der Skiclub Arlberg geschafft einer der größten, wenn nicht der größte Skiclub zu werden?

Josef Chodakowsky: Indem seit der Gründung im Jahre 1901 kontinuierlich an der Weiterentwicklung unseres Club gearbeitet wurde. Wir sind wahrscheinlich nicht der größte, aber einer der erfolgreichsten Skiclubs der Welt.

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MOGASI: Was unterscheidet den Skiclub Arlberg von anderen Skiclubs?

Josef Chodakowsky: Wir haben es geschafft Tradition und Leidenschaft in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen. Zudem wurde am Arlberg schon immer Skigeschichte geschrieben – eben die Wiege des Skilaufs

Skiclub Arlberg, Mogasi
Das Clubzeichen seit Gründung des SCA

MOGASI: Wer kann Mitglied werden?

Josef Chodakowsky: Jeder, weltweit.

MOGASI: Auf welche Mitglieder ist der Skiclub Arlberg besonders stolz?

Josef Chodakowsky: Wir sind auf jedes Mitglied sehr stolz, vom Kleinkind bis zum Opa – besondere Mitglieder sind natürlich unser überaus erfolgreiche Sportler mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern.

MOGASI: Wie viele aktive Athleten hat der Skiclub Arlberg?

Josef Chodakowsky: Während eines Jahres werden am gesamten Arlberg mehr als 150 Kinder professionell trainiert. Diese vertreten dann auch den SCA in den verschiedensten Kadern der Landesverbände und des ÖSV.

MOGASI: Welche Veranstaltungen und Rennen führt der Skiclub Arlberg durch?

Josef Chodakowsky: Das sind unzählige. Erwähnen möchte ich die Weltcuprennen, den Weißen Rausch und den Weißen Ring. Zudem finden während der Wintersaison rund 100 SCA-Stammtische für unsere Mitglieder statt.

MOGASI: Wie sieht die Koordination und Organisation im Skiclub zwischen den Arlberg-Orten aus?

Josef Chodakowsky: Der SCA lebt seit Jahren eine enge Zusammenarbeit zwischen den Arlbergorten. Das ist gut und richtig, darauf sind wir stolz, und es funktioniert hervorragend.

MOGASI: Welche Möglichkeiten ergeben sich für den Skiclub mit der Flexenbahn bzw. der Verbindung nach Warth und Schröcken?

Josef Chodakowsky: Speziell für den SCA keine besonderen. Jedoch ist diese Verbindung ein Quantensprung für die weitere positive Entwicklung unseres mittlerweile größten Skigebietes Österreichs.

MOGASI: Wie sieht die Zusammenarbeit des Skiclubs mit dem Tiroler/Vorarlberger Skiverband und dem ÖSV aus?

Josef Chodakowsky: Hier gibt es eine professionelle Zusammenarbeit im Sinne des Skisports. Das heißt aber nicht, dass wir immer der gleichen Meinung sind, das ist auch gut so.

Skiclub Arlberg, Jugend, Mogasi
Skiclub Arlberg

MOGASI: Skifahren ist in Österreich in vielerlei Hinsicht Ländersache, in wie fern gibt es da Unterschiede zwischen der Tiroler und Vorarlberger Seite?

Josef Chodakowsky: Keinen. Der Schnee ist weiß, die Skipisten perfekt.

MOGASI: Wie funktioniert der Rennablauf innerhalb der Bezirke?

Josef Chodakowsky: Hier gibt es klare Strukturen und die Zusammenarbeit im Bezirk ist eine sehr gute.

MOGASI: Werden für Skirennen Fahrgemeinschaften gebildet oder obliegt die Anreise zu Rennen den Eltern?

Josef Chodakowsky: Selbstverständlich hat der SCA eigene Busse für unseren Nachwuchs. Jedoch freuen wir uns über alle Eltern, welche ihre Kinder zu den Rennen begleiten.

MOGASI: Welche Pisten werden zumeist für das Training verwendet?

Josef Chodakowsky: Wir arbeiten an einer permanenten Rennstrecke, bis dahin trainieren wir auf eigens für uns abgesperrten Trainingspisten

MOGASI: Melanie Meilinger hatte in einem Interview mit uns die fehlende Struktur im Buckelpistensport sowohl in Schulen als auch Vereinen in Österreich kritisiert. Wie kann es gelingen, eine olympische Sportart wie die Buckelpiste stärker zu fördern?

Josef Chodakowsky: Wir haben kein eigenes Team für den Buckelpistensport, daher kann ich diese Frage auch nicht beantworten

MOGASI: Welche 3 Eigenschaften müssen junge Skitalente mitbringen?

Josef Chodakowsky: Freude am Skisport! Freude am Skisport! Freude am Skisport! Der Rest kommt von selber.

MOGASI: Welchen Beitrag kann ein Skiclub zwischen Schule und Sport leisten?

Josef Chodakowsky: Wir arbeiten mit den Schulen sehr gut zusammen. Mittlerweile wird in der neuen Mittelschule St. Anton sogar versucht, den Stundenplan an die Trainingszeiten des SCA Nachwuchses anzupassen.

MOGASI: Was macht der Skiclub, dass junge Menschen die Begeisterung am Skisport nicht verlieren?

Josef Chodakowsky: Wir gehen auf die Bedürfnisse der jungen Menschen ein. So gibt es neben dem normalen Rennsport mittlerweile eine eigene Gruppe für Freestyler und eine Gruppe für Freerider.

MOGASI: Welchen Anteil hat das Snowboarden in einem traditionellen Skiclub wie am Arlberg?

Josef Chodakowsky: Aktuell haben wir keine eigene Snowboardgruppe, sollte die Nachfrage jedoch danach sein, werden wir auch hier aktiv werden.

MOGASI: Migration ist in den Medien das Hauptthema, was für eine Rolle kann der Skisport bei der Integration spielen?

Josef Chodakowsky: Der Skisport ist für ALLE Menschen da! Es gibt für mich keine Unterschiede. Es gibt zudem drei Dinge, welche wir auf dieser Welt nicht vergessen sollten:

  1. Die Menschlichkeit
  2. Die Menschlichkeit
  3. Die Menschlichkeit

MOGASI: Wie schwer ist es, Kinder bei der Vielzahl an Sportarten für den Skisport langfristig zu begeistern?

Josef Chodakowsky: Schwer genug, aber wir arbeiten daran


„Sepp“ Chodakowsky ist Präsident des Skiclub Arlberg, Obmann des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg und Vorstand der Raiffeisenbank St. Anton am Arlberg.

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