Die Chinesen machen Skiurlaub

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Die Chinesen kommen … bald. Die Frage ist nur, wohin? In der globalisierten Welt in der wir leben, geht es den Menschen so gut wie nie zuvor. Auch wenn in westlichen Ländern die Schneise zwischen arm und reich auseinander geht, ist das global gesehen nicht so und Milliarden Menschen können sich erstmals in ihrem Leben Flugreisen leisten. Menschen aus China, Indien, Südostasien oder Südamerika. Sprach man in den 70er Jahren noch von einer 1., 2. und 3. Welt, sind die Unterschiede dieser mittlerweile viel geringer, wenn überhaupt noch vorhanden.

300 Millionen Chinesen werden Wintersportler

In westlichen Großstädten sind die Chinesen bereits sehr wichtige Touristen. Sie wollen neben einigen Sehenswürdigkeiten vor allem die großen Luxusgeschäfte aufsuchen. Markenklamotten, Schmuck, Uhren, das ist bislang ihr Hauptinteresse. Und dafür geben sie auch richtig viel Geld aus. Mit den olympischen Winterspielen in China wird in den letzten Jahren sehr viel Geld investiert, wodurch viele Chinesen auch den Wintersport auf ihren ToDo Listen haben. Wie viele? 300 Millionen! So viele Wintersportler soll es in China bis zu den olympischen Spielen geben. Bislang haben etwa 6 Millionen Chinesen Wintersport betrieben. Die heimischen Gletscher werden schon jetzt von chinesischen Ski-Teams genutzt. An diesem Markt wird es aufgrund der schieren Größe kein Vorbeikommen geben.

Für den Ski-Tourismus in Österreich stellen sich nun unzählige Fragen:

  • Wann werden die Chinesichen Wintersportler in den Ski- oder Snowboardurlaub gehen?
  • Welche Destinationen wollen und werden sich auf diese Märkte spezialisieren?
  • Wie vertragen sich die Chinesischen Skiurlauber mit anderen Nationen?
  • Wie viele Übernachtungen werden sie bleiben?
  • Über welche Plattformen werden die Urlaube gebucht?
  • Welche Bezahlsysteme wollen sie nutzen?
  • Wo und was werden sie essen?
  • Machen Chinesen Aprés Ski?
  • Was werden sie im Urlaub einkaufen?
  • Welche Anforderungen haben die Chinesen in der Unterkunft?

 

China setzt auf den amerikanischen Skischulweg

China will im eigenen Land auf den amerikanischen Skischullehrweg setzen. Das ist für uns Österreicher natürlich ein Stich ins Herz, bei der aktuellen gesamtpolitischen Situation ist es in gewisser Weise auch nachvollziehbar. Im Handelsstreit zwischen den USA und China, mit Strafzöllen und dergleichen, sind es diese Gesten, die einen Unterschied ausmachen können. Und während bei den Seilbahnen und Skiherstellern kein Weg um Europa führt, ist dies beim Lehrweg möglich.

Unabhängig davon schulen die heimischen Skischulverbände in Zusammenarbeit mit Skiherstellern bereits jetzt chinesische Skilehrer und tragen so den österreichischen Lehrweg ins Land. Auch heimische Skischulen bilden Kooperationen und entsenden Skilehrer, welche Testimonial für eine Skidestination sind.

Der Skischulmarkt wird also keineswegs den USA überlassen, bei der Masse an künftigen Skifahrern aus China auch wenig verwunderlich. Und auch weitere europäischen Verbände bringen bereits Chinesen ihren Lehrweg bei. Die kommenden Jahren werden dahingehend immens spannend und eine große Herausforderung.

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Würde es dich stören, wenn dein Lieblingsskigebiet vermehrt auf Chinesen setzt?

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